Das salzige Duell: Spieltag 8 – Bad Salzdetfurth : SVG Salzgitter
Abstiegschancen? Weg damit!
Am Sonntag empfingen wir die Schachfreunde aus Salzgitter bei uns in der IGS, um am vorletzten Spieltag der Saison, unsere minimalen Chancen auf einen Abstieg endgültig zu beseitigen.
Doch aller Anfang ist schwer: Erst musste das gesamte Material sowie Tische und Stühle umgeräumt werden, da es uns nicht möglich war, in unserer geliebten Mensa zu spielen. Und dann mussten wir bei dieser Begegnung auch noch ohne unseren Top-Scorer Ralf S. antreten.
Aber der SCS wäre natürlich nicht der SCS, wenn wir nicht die nötigen Anreize schaffen würden, trotzdem für die Mannschaft alles zu geben. Denn es handelte sich bei diesem Spieltag auch um den letzten Heimkampf der Saison und auch wenn das Wetter nur halb mitgespielt hat, wurde im Anschluss der Partien erst einmal ordentlich gegrillt.
Als Grillmeister und Ersatz an Brett 8 war Siegfried für uns am Sonntag also unverzichtbar.
Bevor wir jedoch den Grill anschmeißen konnten, musste natürlich erst die ein oder andere Partie beendet werden.
Bereits nach einer halben Stunde blickte ich auf die Bretter um mich herum und sah, dass bereits an 3/8 Brettern die Damen getauscht und sich nach und nach ins Endspiel manövriert wurde – es war ein komischer Anblick. Es dauerte auch nicht lange, da erhielt Martin ein erstes Remisgebot, doch hartnäckig wie er ist, lehnte er natürlich ab und knetete weiter das Endspiel bis er irgendwann die Partie für sich entscheiden konnte – 1:0 für den SCS.
Kurz darauf musste Siegfried an Brett 8 seine Stellung leider aufgeben, nachdem er mit einer Figur weniger noch lange den Kopf über Wasser gehalten hat. Zwischenstand 1:1.
Alle anderen Stellungen sahen zu diesem Zeitpunkt sehr angenehm aus: Leos Stellungen versteht man sowieso erst, wenn die Zeitnotphase beginnt, Mo hatte einen schönen Angriff, Jörn hat nach einer wilden Eröffnung die Überhand behalten, Markus‘ Gegner musste sich mit zwei Doppelbauern zufrieden geben, Nauras hatte eine typische Nauras-Stellung und auf meinem Brett passierte genau gar nichts.
Und die meisten Partien gingen auch dementsprechend aus: Leo hatte zwar eine Qualität mehr, konnte es unter Zeitnot allerdings nicht ganz sauber zu Ende spielen, wodurch es dann als letzte Partie leider nur für ein Remis gereicht hat. Mo konnte seinen Angriff gut fortführen und zwang seinen Gegner nach 33 Zügen zu einer Aufgabe. Zufällig stand ich in diesem Moment an deren Brett und habe auf einen guten Grund gewartet, das Remisgebot meines Gegners anzunehmen. Da wir nun 2:1 führten und es bei Nauras und Leo auch ziemlich eindeutig aussah, nahm ich an. Zwischenstand 2,5:1.
Letzen Endes hatte Markus seine Partie leider verloren, dafür konnten Jörn und Nauras ihre Partie für sich entscheiden.
Damit war der Mannschaftskampf gewonnen und unsere Abstiegschancen niedergekämpft.
Jetzt werden wir für den Saisonabschluss in Peine noch einmal alles geben!
