Die Schwalbe, die deutsche Vereinigung für Problemschach, hat diese Woche in Folge 68 der wunderschönen Reihe „Mustermatt“ einen 16-Züger unseres Vereinsmitgliedes Michael Herzberg unter die Lupe genommen.

Es wird ausführlich und sehr anschaulich beschrieben, wie Michael ausgehend von einem historischen Fünfzüger diese Aufgabe um weitere Motive erweitert und von Nebenlösungen bereinigt hat, bis schließlich dieser 16-Züger vollendet war und letztes Jahr veröffentlicht werden konnte. Wer also sich schon immer gefragt hat, wie Problemkomponisten denken, kommt hier auf seine Kosten.

Gönnt Euch das Vergnügen und schaut Euch das Video an! Und wenn Ihr schon dabei seid: die vorhergehenden 67 Folgen sind auch klasse.

Das Lokalderby in der vierten Runde! In Bestbesetzung geht der kurze Weg nach Hildesheim.

Am Sonntag startete das neue Jahr direkt mit einem Auswärtskampf bei den Schachfreunden des Hamelner SV

Sehr erfreulich war, dass wir in Bestbesetzung antreten konnten. Keine Absage ist für mich als Mannschaftsführer immer erstrebenswert.

Da auch die Anreise problemlos von statten ging, konnte pünktlich um 11Uhr das Mannschaftsjahr eingeläutet werden. Niklas hatte dabei direkt Herzrasen,nachdem ihm bewußt wurde, wer sein Gegner ist. Niemand geringeres als das junge Ausnahmetalent Sebastian Mündörfer. Schon in seinen jungen Jahren eine DWZ von 1720 hat.

Die restlichen Partien waren fast wie erwartet. Auf Grund des sehr ausgeglichen Niveaus, passierte lange auch nicht ungewöhnliches an den Brettern. Alle Bretter waren lange super ausgeglichen und es zeichnete sich ein spannender Kampf ab.

Ich konnte an meinem Brett meinen Gegner postionell im Mittelspiel ordentlich unter Druck setzen und dabei materiellen und stellungstechnischen Vorteil erspielen- Hatte einen Bauern mehr und musste eigentlich nur den zweiten Bauern einsammeln und in ein leicht gewonnenes Endspiel abwickeln. Aber ich wollte die Partie schnell und auf schöne Weise gewinnen. Habe dabei dummerweise eine Abwicklung völlig übersehen und musste das Endspiel darausfolgend mit einer Quallität weniger bestreiten. Nachdem alle weiteren Leicht- und Schwerfiguren getauscht wurden, hatte ich nur noch einen Freibauern am Damenflügen, der unterstützt von meinem Springer, sich dem Turm meines Gegners gegenüber sah. Zum Glück schenkte mir mein Gegner zwei Tempi, wodurch er den Freibauern nicht mehr aufhalten konnte und ich die Partie doch noch gewinnen konnte.

In der Zwischenzeit hatte Niklas Gegner sein Talent bewiesen und im Mittelspiel eine Figur gewonnen, welche er sehr souverän zum Sieg einsetzte. Starke Leistung von Sebastian.

An Brett 2 bekam Siegfried ein Remisangebot, welches er eigentlich ablehnen muss, da Levi seine Partie zu verlieren drohte, Karl im ungleichfarbigen Läuferendspiel war und Wolle eine völlig unklare Stellung hatte. Aber mit Blick auf die Stellung von Siegfried war das Remisangebot eher ein Geschenk. Siegfreids Stellung drohte auseinander zu fliegen und ein Ablehnen wäre fahrlässig gewesen. Somit stand es 1,5-1,5

Da Levi mit dem Minusbauern im Turmendspiel seinem Gegner nichts mehr entgegenzusetzen hatte, hing der Kampf an den letzten beiden Partien. Karl konnte nichts mehr machen, das Remis war unausweichlich. Wolle musste auf Sieg spielen und wurde ausgekontert und hat leider seine Partie verloren. Somit ging der Kampf mit 4:2 verloren.

Das neue Jahr startete nach der Pandemiepause wieder wie gewohnt mit den Landeseinzelmeisterschaften in Verden. Dieses Jahr fuhren Niklas (A-Open), Levi (C-Open), Leo (A-Open) und Mo, der durch einen starken zweiten Platz bei der BEM 2022 beim Meisterturnier mitspielen durfte, zum Turnier. Gespielt wurden 7 Runden vom 5. bis 8. Januar  im Modus 90min +30s + 30min (im 40.).

Die größte Überraschung des SCS war Mos Leistung im Meisterturnier. Noch vor dem Turnier war sein Ziel: „Nicht mit 0 Punkten wieder nach Hause fahren“. Doch dass das kein Problem werden würde zeigte sich schnell. In Runde 2 schlug Mo zuerst Dennis, Martin (2058 DWZ). Dann folgte noch ein Remis gegen den Vorjahressieger Stefan, Becker (2091 DWZ), ein Remis gegen Nazar, Tarasenko (1859 DWZ) und ein Sieg gegen Ingo, Neumann (1923 DWZ). Somit holte Mo 3 aus 7 gegen einen Gegnerschnitt von 2059. Das bedeutet Platz 18. im Meisterturnier, bei einer Leistung von über 2000 DWZ.

Doch auch Niklas punktete gut. Mit Siegen gegen Jannik, Kieselbach (1817 DWZ) und Ole, Reller (1894 DWZ), sowie Remis gegen drei weitere Spieler (1800/1900/2100 DWZ) erkämpfte Niklas sich Platz 37. bei einer Leistung von 1920 DWZ.

Leo konnte durch zwei Siege gegen 1700er und zwei Remis gegen 1800er den 56. Platz bei einer Leistung von 1840 DWZ erreichen.

Bei Levi sollte dieses Turnier jedoch nichts werden. Am ersten Tag durch die Anreise angeschlagen verliert er doppelt. Nach einem weiteren Fehlgriff in Runde 7 reicht es nur noch für Platz 49.

Nicht zu vernachlässigen ist, dass wir unsere Abende nach den Schachpartien stets mit einer kleinen Runde Brokdorf, dem von Holger organisierten Problemlösen oder gemütlichem Zusammensitzen mit den Hamelnern und anderen Schachfreunden beendeten, wodurch das Turnier noch mehr an Leben gewann.

Insgesamt also ein sehr schönes Turnier mit guten Leistungen vom SCS. Wir können uns nun auf die nächste Runde in den Mannschaftsligen freuen.

Der SCS nach der zweiten Runde

Mo ist kurz davor beim Brokdorf völlig zu verlieren

Leo und Levi nach Runde 4

Am Abend des 26. November ist er plötzlich und unerwartet von uns gegangen

Nach dem knappen Sieg in Peine überwintert der SCS auf dem zweiten Tabellenplatz

Martin konnte sich mit 4 aus 5 Punkten als Stadtmeister 2022 durchsetzen. Im Teilnehmerfeld mit 12 Spielern konnte er sich am Ende nur durch die Feinwertung von Heinrich setzen, der ebenfalls 4 aus 5 Punkten geholt hat. Damit wandert der Pokal, der, auch durch Corona bedingte Ausfälle des Turniers in 2020 und 2021 mehrere Jahre bei Niklas überwintert hat, nun wieder zurück in altbekannte Hände. Auf Platz 3 konnte selbst die Feinwertung keine eindeutige Entscheidung fällen und somit teilen sich Niklas und Leo den letzten verfügbaren Platz auf dem Podest.

Es werden noch vereinzelte Nachholpartien gespielt, in denen die weiteren Plätze noch ausgespielt werden. Das Endergebnis findet sich dann hier. Die Preise werden bei der JHV 2023 überreicht.

Nachdem wir alle noch geschockt vom Ableben von Klaus Richter waren, haben wir aber Ihm zu Ehren dennoch den ersten Heimkampf der Saison bestritten.

Gestartet wurde der Kampf mit einer Schweigeminute. Unsere erste Mannschaft spielte bereits seit 10Uhr ihren Kampf gegen Tempo Göttingen, aber sie unterbrachen Ihren Kampf für die Schweigeminute.

Dann startete auch unser Kampf, der vom Papier her sehr ausgeglichen war. So kam es auch, dass sich an allen 6 Bretter sehr ausgeglichene Stellungen entwickelten. Als erstes patze Levi an Brett 5 leider, er übersah ein zweizügiges Matt. Damit lagen wir 1:0 hinten. Siegfried konnte seine ausgeglichene Stellung nicht mehr gewinnen und holte den ersten halben Punkt für uns. An meinem Brett 4 konnte ich im späten Mittelspiel eine Qualität gewinnen, mein Gegner ließ sich kurioserweise durch meine Zeitnot aus der Ruhe bringen und zog einfach zu schnell und unüberlegt. Der Ausgleich 1,5-1,5

 

Es spielten noch Niklas, Wolle und Karl. Niklas hatte zwischenzeitlich zwei Bauern weniger und drohte zu verlieren, Wolle hatte eigentlich ein gewonnenes Turmendspiel auf dem Brett. Als Karl in ausgeglichen Stellung ein Remisangebot bekam, war der Ausgang des Kampfes noch unklar. Deshalb lehnte er ab und spielte auf Sieg. Er konnte sein Endspiel auch gewinnen. Da in der Zwischenzeit Wolle sein Endspiel leider verpatzte, war das auch ein extrem wichtiger Sieg. 2,5-2,5 Wolle muss unbedingt noch seine Turmendspiele verbessern.

 

Jetzt spielte nur noch Brett 1 mit Niklas. Mittlerweile über 6 Std, er kämpfte verbissen um das Remis, bekam nicht mal eine dreifache Stellungswiederholung mit und musste somit weiter kämpfen. Um 17.35Uhr nach 6,5 Std hatte Niklas einen Turm + Bauern gegen die nackte Dame seines Gegners, da dieser jetzt auch erschöpft war und den Gewinnweg nicht mehr wirklich sah, bot er remis an und Niklas rettete uns damit das 3:3 Nachdem Auftaktsieg ein weiteres Topergebnis gegen einen starken Gegner.

 

Anschließend sind noch Teile der 1. und 2. Mannschaft zum Griechen essen gegangen und haben den Heimkampfstart in netter Atmosphäre ausklingen lassen.

 

Der nächste Kampf findet am 11.12.2022 in Bad Lauterberg statt.

 

 

Der erste gemeinsame Heimkampf der Saison

Die Saison in der Verbandsliga Ost ist gestartet und die erste Mannschaft hat die Reise nach Fallersleben angetreten.