In der zweiten Runde der neuen Saison hatten unsere beiden Mannschaften nun Heimpremiere in der IGS. Für die Erste ging es in der Verbandsliga Ost gegen die zweiten Mannschaft des Hamelner SV, und die Zweite empfing in der Kreisklasse die Schachfreunde von der SG Südharz 2.

Zuerst zu unserer Ersten. Im Vorfeld gab es Irritationen aus Hameln, denn von dort verlautete, dass man aufgrund der Herbstferien keine vollständige Truppe zusammenbekommen würde. Das war dann aber doch nicht so, die Hamelner traten nicht nur vollzählig, sondern auch in starker Besetzung an. So wurden an den beiden Spitzenbrettern Spieler aufgeboten, die in der ersten Runde noch pausiert hatten. Nun denn, ob das nun ein Ablenkungsmanöver der Hamelner war oder ein organisatorischer Kraftakt, uns konnte das alles nicht schocken, wir hatten alle Stammspieler verfügbar und konnten uns sogar den Luxus leisten, diesen Spieltag Julius und Ralf S. eine Auszeit zu gönnen, für die beiden spielten diesmal Markus und Ralf B.

Und es wurde ein denkenswerter Mannschaftskampf für unsere Erste, wir zeigten gegen die Hamelner Gegner überzeugend unsere Qualitäten als

Rattenfängerfänger!

Nachdem der Kaffee aufgesetzt und die gegnerische Mannschaft begrüßt worden war, starteten die Partien pünktlich um kurz nach 10 Uhr. Das Wetter war hinreichend trüb, um einen schönen Schachtag zu erleben.

Zuerst war die Partie an Brett 4 beendet. Bevor man es richtig mitbekommen hatte, hatte Nauras in einem Sizilianer seinem Gegener die Alapin-Variante um die Ohren gehauen und war kurz darauf verschwunden. Nauras war zum Mannschaftskampf schon in der ungewohnten Trainigskleidung seiner Fußballmannschaft erschienen und mußte nun zum Spiel. Wir sind uns aber alle völlig sicher, dass er das Fußballspiel hätte sausen lassen, wenn sein Gegner sich länger gewehrt hätte. Hat dieser aber netterweise nicht. 1:0 für den SCS.

Währenddessen hatte Martin an Brett 5  in seinem geliebten Franzosen im Mittelspiel seinem Gegner eine Qualität herausoperiert und spielte nun sein Endspiel mit T+T gegen T+L bei auch noch einer besseren Bauernstellung sicher zu Ende. Sein Gegner lies sich nach dem Qualitätsverlust noch 25 Züge lang quälen, bevor er die Lust verlor und aufgab. 2:0 für den SCS, so durfte es weitergehen.

Zunächst kam aber erstmal die Vermeldung von zwei Großmeisterremisen an den beiden Spitzenbrettern. Jörn und Leo einigten sich in ausgeglichenen Stellungen mit ihren starken Gegnern jeweils auf Remis, wodurch der Spielstand mit 3:1 allmählich in Richtung Mannschaftssieg tendierte. Dabei ist vor allem zu erwähnen, dass Leo und sein Gegner zum Ende der Eröffnung ihre Figuren derartig seltsam auf die Grundlinie zurückentwickelt hatten, dass man nach 15 Zügen glauben konnte, sie hätten gerade eine Chess960-Partie begonnen. Aber wer versteht schon die Gedankengängen dieser Spitzenspieler? Leo erklärte uns zumindest, dass das alles völlig korrekt war und sie die jeweils besten Züge gespielt hätten.

Nun wieder zu leichter verständlichen Partien, nämlich zu Brett 6. Dort spielte Hui so etwas wie eine Kopie von Martins Partie, nur mit vertauschten Farben. Sie nahm im Mittelspiel ihrem Gegenr eine Qualität ab und gewann dann locker und souverän das Endspiel. Sauber, so macht man das. 4:1 für den SCS, der erste Mannschaftspunkt der Saison war sicher.

Da ließ sich Markus nicht lange bitten und gab gleich sein leicht besseres Endpsiel mit einem Mehrbauern Remis. Das freute seinen Gegner, und es freute auch uns, denn dies war der halbe Punkt für den Mannschaftssieg und für unseren zweiten Mannschaftspunkt. 4,5:1,5 für den SCS!

Nun spielten noch Mo und Ralf, und sie konnten ganz locker und befreit spielen, denn der Mannschaftssieg war ja schon eingefahren worden. Und sie spielten lange. Aber so richtig locker und befreit spielten die beiden dann doch nicht. Beide hatten vorteilhafte Endspiele, die bei bestem Spiel ganze Punkte bedeutet hätten, aber beide ließen ihre Gegner ins Remis entkommen. Dabei fiel Ralf die Ehre zu, die letzte Partie des Tages und damit den Mannschaftskampf beenden zu dürfen. Und das, obwohl er einige Stunden zuvor auch als Erster ein Remisangebot seines Gegners erhalten hatte, das aber abgelehnt hatte. Was man unseren Spielern auf jeden Fall bescheinigen kann, ist ein toller Kampfgeist für die Mannschaft!

Mit diesem Erfolg im Rücken werden wir nun wieder um den Aufstieg mitspielen. Zumindest bis zur nächsten Runde.

 

Nun zur Zweiten. Deren Mannschftskampf fing wie immer um 11 Uhr eine Stunde nach dem der Ersten an, aber dafür waren sie eher fertig. Und dabei geschah etwas, das nicht alltäglich ist, denn

Lessi wurde zum Helden!

In Abwesenheit der Familie Gärtner trat die Zweite mit nur einem Jugendlichen an, nämlich mit Paul. Paul spielte allerdings nicht, denn die Gäste aus dem Südharz waren nur zu dritt angereist. So konnte er es sich am zweiten Brett einen Stunde lang gemütlich machen, entspannt die anderen Partien im Saal beobachten und seinen Punkt kampflos einstreichen.

Währenddessen stand am Brett 4 Sergej lange Zeit ausgeglichen, aber mit fortschreitender Zeit wurde seine Stellung immer schlechter. Man merkte die mangelnde Erfahrung und die damit verbundene Abgebrühtheit. Kopf hoch, die Routine wird in den nächsten Mannschaftskämpfen kommen, und dann auch die Punkte!

Beim Zwischenstand von 1:1 hing nun alles von Siegfried und Lessi ab. Und was geschah dort an Brett 3? Lessi drückte seinen Gegner förmlich vom Brett! Er spielte offensiv, kam dem Gegner in die Stellung, sammelte dort eine Figur nach der anderen ein, bis es seinem Gegner schließlich zuviel wurde. Ein souveräner und überzeugender Sieg von Hermann, der damit den wichtigsten Punkt des Tages eingefahren hatte!

Mit diesem Ergebnis im Rücken konnte es sich Siegfried am Spitzenbrett im Duell der Mannschafstführer leisten, seine Stellung in den sicheren Remishafen zu schaukeln. Und das tat er dann auch. Der SCS hatte auch diesen Mannschaftskampf gewonnen.

Ein rundum gelungenen Sonntag für den SCS. So kann es den Rest der Saison gerne weitergehen.

Gelungener Auftakt für unsere Jugendmannschaft

Nach langer Abstinenz ist es endlich wieder so weit: Dank unserer guten Öffentlichkeitsarbeit und der Neuausrichtung des Jugendtrainings konnten wir wieder eine schlagkräftige Jugendmannschaft für die Landesklasse melden.

Und auch der Spielplan meinte es zunächst gut mit uns. Gleich zum Saisonauftakt stand ein Doppelspieltag auf dem Programm – und das sogar vor heimischer Kulisse. Allerdings sorgte eine kurzfristige Änderung dafür, dass der Doppelspieltag etwas entzerrt wurde. Der Hildesheimer SV erhielt sehr kurzfristig einen Freiplatz in der Jugendliga Niedersachsen, wodurch in der Landesklasse Süd letztlich nur neun Mannschaften gemeldet waren. Somit blieb von den ursprünglich geplanten zwei Kämpfen für die anderen Teams nur ein normaler Spieltag übrig – wir mussten allerdings tatsächlich zweimal an die Bretter.

Starker Auftakt gegen Wunstorf

Unser erster Gegner hieß TuS Wunstorf. Mit Nauras Ismail, Paul Schernek, Caio Gärtner und Hendrik Wiege konnten wir eine äußerst starke Besetzung aufbieten. Doch auch die Wunstorfer waren keineswegs angereist, um die Punkte kampflos abzugeben. Mit einer gut besetzten Mannschaft war schnell klar: Das würde ein spannender und vermutlich eng umkämpfter Jugendkampf werden.

Bei herrlichem Spätsommerwetter fiel um 10 Uhr der Startschuss. An den vier Brettern entwickelte sich zunächst genau das, was man erwarten durfte: ein ausgeglichener Kampf auf Augenhöhe. Alle Spieler kamen solide aus der Eröffnung, und auch nach den ersten 30 Minuten war noch keinerlei klare Tendenz zu erkennen.

Dann begann sich das Bild langsam zu verändern.

Als die Partien tiefer ins Mittelspiel vordrangen, konnte Hendrik an seinem Brett erste Vorteile herausarbeiten. Sein Gegner agierte zunehmend passiv und Hendrik nutzte dies konsequent aus. Schließlich bot sich ihm die Gelegenheit, eine Qualität zu gewinnen.

Allerdings zögerte Hendrik zunächst noch, den Turm zu schlagen – und beinahe wäre die Chance dadurch wieder verstrichen. Doch sein Gegner half entscheidend mit: Er übersah ein Grundlinienmatt, das nur noch durch ein Damenopfer zu verhindern gewesen wäre. Hendrik ließ sich diese Gelegenheit nun nicht mehr nehmen und verwandelte seinen Materialvorteil souverän zum Sieg.

Glückwunsch zum ersten Sieg in der Jugendklasse!

Damit war der erste Brettpunkt eingefahren. Doch an den anderen drei Brettern war weiterhin alles offen.

Zwei enge Turmendspiele

Besonders interessant blieb die Situation an den Brettern von Paul und Caio. Beide hatten sich in ein ausgeglichenes Turmendspiel manövriert. Eigentlich beste Voraussetzungen, um den Gegner noch lange unter Druck zu setzen. Leider agierten beide etwas zu passiv und überließen ihren Gegnern dadurch zunehmend die Initiative.

Die beiden Wunstorfer wussten diese Chance zu nutzen. Durch aktiveres Spiel gelang es ihnen, Paul und Caio immer weiter zurückzudrängen. Schließlich ging jeweils ein zentraler Bauer verloren – und damit wurde die Stellung deutlich schwieriger.

Beide Partien waren dabei keineswegs von großen Fehlern geprägt. Im Gegenteil: Über weite Strecken wurde sehr ordentlich und tadellos gespielt. Am Ende fehlten lediglich ein paar entscheidende Tempi und etwas der nötige Überblick, sodass beide Stellungen schließlich ausmanövriert wurden.

Zwei starke Partien, aus denen sich definitiv etwas mitnehmen lässt. Die Leistung stimmte – nur das Ergebnis wollte diesmal noch nicht passen.

Nauras sorgt für die Entscheidung

Damit blieb die Entscheidung am Spitzenbrett. Und auch dort hatte sich Nauras zunächst erstaunlich schwergetan, einen Vorteil herauszuspielen. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr zeigte unser Topspieler seine Klasse.

Mit strategischem und positionellem Geschick gelang es Nauras schließlich, die Stellung immer weiter zu verbessern. Schritt für Schritt erarbeitete er sich die entscheidenden Vorteile und brachte die Partie am Ende sicher nach Hause.

Allerdings musste er dafür ordentlich Sitzfleisch beweisen: Fast drei Stunden dauerte die Partie. Bei einer Bedenkzeit von 60 Minuten plus 30 Sekunden Inkrement ist eine derart lange Partie durchaus ungewöhnlich – gerade im Jugendbereich.

Damit war der Auftakt perfekt: Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen endete unser erster Jugendkampf mit einem 2:2-Unentschieden.

Zweiter Kampf des Tages gegen den Hamelner SV

Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht. Bereits um 13 Uhr ging es direkt mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dieses Mal hieß unser Gegner Hamelner SV.

 

 

Wir traten erneut in derselben Besetzung wie gegen Wunstorf an. Auch die Hamelner waren mit einer starken Mannschaft angereist,

sodass bereits vor dem ersten Zug klar war: Einfach würde es auch diesmal nicht werden.

Schneller Rückstand

Diesmal verliefen die Eröffnungen allerdings nicht ganz so glatt wie im ersten Kampf.

Hendrik bekam es mit dem stark spielenden Maurice Aniol de Marimon Sarrio zu tun und geriet bereits früh unter Druck. Die Partie entwickelte sich von Beginn an sehr schnell. Dabei unterliefen Hendrik leider einige Ungenauigkeiten, wodurch er schon nach kurzer Zeit deutlich ins Hintertreffen geriet. Die Folge war das schnelle 0:1 für Hameln.

Trotzdem gibt es keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Hendrik darf stolz auf seinen gesamten Wettkampftag sein. Besonders der Sieg aus dem ersten Kampf war eine starke Leistung und zeigt, was in ihm steckt. Jetzt gilt es, die positiven Erfahrungen mitzunehmen und aus der Partie gegen Hameln die richtigen Lehren zu ziehen.

Caio mit Traumstart

Deutlich besser erwischte Caio die Eröffnung. Sein Gegner hatte in der Skandinavischen Verteidigung offenbar nicht die beste Vorbereitung und leistete sich bereits früh einige grobe Fehler. Caio nutzte die Gelegenheit konsequent aus und konnte schon nach wenigen Zügen eine Figur gewinnen.

Damit war zumindest materiell die Richtung vorgegeben. Gleichzeitig entwickelten sich an den Brettern von Paul und Nauras ausgeglichene Stellungen. Keiner der beiden konnte zunächst einen entscheidenden Vorteil herausspielen.

Für Nauras machte sich allerdings langsam die fast dreistündige Partie aus dem ersten Kampf bemerkbar. Nach diesem Kraftakt einigte er sich mit seinem Gegner schließlich auf ein Remis.

Caio verliert den Faden

Währenddessen war Caio bereits tief im Mittelspiel angekommen. Nach einem vermeintlichen Figurengewinn beziehungsweise der Aussicht, eine Figur zurückzugewinnen, wurde er etwas unkonzentriert und verlor den Überblick.

Die Stellung war inzwischen wieder ausgeglichen – doch dann kam der entscheidende Moment: Ein Läufer von Caio geriet in eine Falle und konnte nicht mehr entkommen. Diesen Materialvorteil ließ sich sein Gegner Din anschließend nicht mehr nehmen.

Was für ein starker Beginn von Caio und was für eine tolle Partie! Am Ende stand leider nicht das gewünschte Ergebnis auf dem Spielbericht. Trotzdem gilt: Kopf hoch!

Gerade aus solchen Partien nimmt man oft mindestens genauso viel Erfahrung mit wie aus einer gewonnenen Partie. Auch wenn Siege natürlich immer besser schmecken.

Paul unter Druck – und dann die entscheidende Unachtsamkeit

Damit blieb nur noch Paul.

Er spielte eine wirklich schöne Partie, stand aktiv und setzte seinen Gegner immer wieder unter Druck. Lange sah es so aus, als könnte er sich für die Mannschaft noch einen wichtigen Punkt sichern.

Doch dann kam der Moment, mit dem wohl niemand gerechnet hatte: Paul übersah, dass sein Turm angegriffen beziehungsweise nicht mehr ausreichend geschützt war. Zu sehr war er in seinen eigenen Angriffsplänen gefangen – und so fand die Partie ein plötzliches und bitteres Ende.

Auch hier gilt das Gleiche wie bei Caio: Solche Niederlagen tun im ersten Moment weh, sind aber unglaublich wertvoll für die Entwicklung. Die Erkenntnisse aus einer Partie, in der man selbst lange die Initiative hatte, können für die nächsten Kämpfe entscheidend sein.

Am Ende fiel das Ergebnis mit 0,5:3,5 leider deutlich zugunsten des Hamelner SV aus.

Ein Tag voller Erfahrungen

Natürlich hätten wir uns zum Abschluss des Doppelspieltags ein schöneres Ergebnis gewünscht. Doch letztlich ist das Ergebnis nur ein Teil dessen, was von so einem Spieltag bleibt.

Teamspirit, Spaß, Freude, Erfahrung, neue Eindrücke und die Erkenntnisse aus den eigenen Partien – genau das sind die Dinge, warum wir das Spiel der Könige so lieben.

Und auch wenn an diesem Tag sicherlich noch mehr möglich gewesen wäre, hat unsere junge Mannschaft gezeigt, dass sie in der Landesklasse absolut konkurrenzfähig ist. Die ersten Erfahrungen sind gesammelt, die Spieler haben gesehen, wo sie bereits stark sind und woran sie noch arbeiten können.

Der Auftakt macht Mut. Jetzt heißt es, die Erfahrungen mitzunehmen, weiter zu trainieren und beim nächsten Spieltag wieder anzugreifen.

Die Saison hat gerade erst begonnen!

 

Gestern ging es für unsere 1. Mannschaft nach Schöningen, wo der 1. Spieltag der Verbandsliga gegen den SG Elmrochade ausgetragen wurde. Unsere Mannschaft machte sich in solider Besetzung über 1 Std. auf den Weg zum schönen Schloss Schöningen und überstand die Anreise gut.

Anders sah es zunächst beim SG Elmrochade aus, denn dort fehlten zu Beginn der Runde um 10 Uhr noch zwei Spieler, was Maurice und Jiahui an Brett 3 und 7 zunächst einen kleinen Zeitvorteil verschaffte, während sie auf ihre Gegner warteten.
Ihre Langeweile sollte jedoch nicht lange anhalten und so schafften es zum Glück beide Gegner rechtzeitig zum Spiellokal.

Ein Blick auf die bereits laufenden Bretter schon zu diesem Zeitpunkte zeigte, dass unsere Mannschaft dringend den ein oder anderen Punkt brauchen würde, um überhaupt eine Chance in dieser Begegnung zu haben. Bei Martin und Nauras zeichneten sich schnell zwei Turmendspiele ab. Nauras hatte leider ein paar Bauern weniger und auch wenn er sich oft aus solchen Situationen rausschummeln kann, ist es ihm diesmal leider nicht gelungen…er kann den Turmendspielen in letzter Zeit einfach nicht entkommen.
Martin jedoch, von dem man meinen könnte, er hätte vor Jahren Magnus Carlsen persönlich Turmendspiele gelehrt, konnte mit zwei Bauern + Turm den gegnerischen Turm überrennen und den ersten Punkt und damit auch den Ausgleich holen. Zwischenstand 1:1.

Doch auf keinem der restlichen Bretter sah es nach mehr Punkten aus. Maurice und Jiahui versuchten den anfänglichen Zeitvorteil für sich zu nutzen, aber hatten beide relativ ausgeglichene Stellungen, während Leos Zeitmanagement mal wieder so aussah, als wäre er derjenige, der 40 min. zu spät an das Brett kam.

Nach und nach zeichnete sich auf den übrigen Brettern ab, dass dieser Mannschaftskampf nicht gut für den SCS enden würde: Ralf kämpfte lange mit seinem verbliebenen Turm gegen Läufer und Springer, aber konnte den Bauern des Gegners leider nicht halten; Jörns Gegner bekam eine schöne Taktik aufs Brett, die ihn zur Aufgabe zwang; Julius konnte nach einer lange geschlossenen und materiell ausgeglichenen Stellung durchbrechen und lieferte damit Hoffnung auf ein Unentschieden. Zwischenstand 2:3.

Jetzt lag es an Leo, Maurice und Jiahui. Damit Leo sich in seiner Zeitnot nicht so alleine fühlte, brachte sich Jiahui auch in Zeitnot. Beide Bretter hätten ohne womöglich Remis ausgehen können. Hätte Hätte Fahrradkette.

Maurice konnte in seiner Partie einen Fehler seines Gegners ausnutzen und tauschte in ein gewonnenes Endspiel mit Turm gegen Läufer. Als letzte Partie verhinderte sein Sieg zwar nicht die Niederlage, aber er federte definitiv den Fall stark ab.
So mussten wir uns mit einem Endergebnis von 3:5 geschlagen geben.

 

Hier sehen Sie 0/4 Punkten auf einem Sofa versammelt.

 

Aber wir wären nicht der SCS, wenn wir aus dieser Niederlage nicht noch motivierter, stärker und hungriger zurückkommen würden und sind bereit für den nächsten Spieltag, an dem wir wieder alles geben werden.
Wie Shakespeare jetzt wahrscheinlich sagen würde: „Unsere Köpfe sind unsere Gärten – unsere Willen sind unsere Gärtner.”

Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit: Die neue Saison 2026/2027 wurde eröffnet.

Unser Verein hat sich bewusst dazu entschieden, keine Mannschaft für die Bezirksklasse zu melden. Stattdessen möchten wir gezielt die Entwicklung unseres Nachwuchses fördern und jungen Talenten die Möglichkeit geben, wertvolle Wettkampferfahrung zu sammeln. Aus diesem Grund haben wir eine Vierermannschaft für die Kreisklasse gemeldet.

Besonders erfreulich ist, dass sich insgesamt zehn Vereine für die Kreisklasse angemeldet haben. Die Liga ist damit hervorragend besetzt und verspricht neun spannende Mannschaftskämpfe mit vielen interessanten Begegnungen.

Zum Saisonauftakt waren wir zu Gast beim sympathischen Team aus Alfeld. Dank ihrer engagierten Öffentlichkeitsarbeit konnten auch die Alfelder zahlreiche junge Spieler für den Schachsport begeistern. Ähnlich wie wir setzen sie in dieser Saison auf eine sehr junge Mannschaft und geben ihrem Nachwuchs die Chance, sich im Wettkampf zu beweisen und wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Für uns gingen Paul Schernek, Caio Gärtner, Hendrik Wiege und Lars Gärtner an die Bretter. Einer muss sich schließlich als Fahrer opfern. 😊 Für Caio und Hendrik war es der erste Mannschaftskampf überhaupt. Entsprechend groß war die Nervosität vor dem Start.

Alle Partien begannen pünktlich um 11 Uhr. Aufgrund der Zeitregelung in der Kreisklasse, bei der jedem Spieler 90 Minuten für die gesamte Partie zur Verfügung stehen, war von Beginn an ein zügiger Verlauf zu erwarten.

Caio konnte seine starke Form und die zuletzt deutlich gestiegene Leistungskurve direkt unter Beweis stellen. Schon früh erarbeitete er sich die Oberhand und verbesserte seine Stellung kontinuierlich. Der daraus resultierende Materialvorteil wurde anschließend souverän verwertet, als hätte er bereits Hunderte von Turnierpartien gespielt. Den Schlusspunkt setzte er mit einem sehenswerten Matt in drei Zügen.

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg im allerersten Mannschaftskampf!

Paul spielte seine Routine und Erfahrung aus. Gegen seinen deutlich weniger erfahrenen Gegner behielt er stets die Kontrolle und konnte seine Vorteile konsequent verwerten. Am Ende setzte sich die größere Erfahrung durch und Paul steuerte einen wichtigen Punkt zum Mannschaftsergebnis bei.

Auch Hendrik bestritt seine allererste Mannschaftspartie. Als jüngster Spieler im Team blieb er bemerkenswert ruhig und konzentriert. Zunächst entwickelte sich eine solide und ausgeglichene Partie, ehe beide Spieler zum Angriff übergingen. Es entstand ein spannender Schlagabtausch mit beiderseitigen Mattdrohungen. Hendriks Angriff wirkte vielversprechend, doch sein Gegner fand die entscheidenden Schachgebote etwas schneller und konnte schließlich mattsetzen.

Trotz der Niederlage war es eine starke Leistung und ein gelungenes Debüt, auf das sich aufbauen lässt.

In meiner Partie stand eine Wiener Angriffspartie auf dem Brett. Ich konnte früh Druck auf den gegnerischen König ausüben, doch mein Gegner ließ sich davon nicht beeindrucken und sammelte stattdessen Bauern am Damenflügel ein. Dadurch entwickelte sich eine lange und umkämpfte Partie.

Mein Gegner Artur, der ausgerechnet an seinem Geburtstag am Schachbrett saß – höchste Anerkennung dafür –, fand stets die richtige Balance zwischen aktiver Verteidigung und dem Nutzen sich bietender Chancen. Immer wieder gelang ihm im richtigen Moment der passende Verteidigungszug.

Am Ende wurde sein mutiges Spiel belohnt: Er gewann entscheidend Material und verblieb mit Turm und Mehrbauern gegen meinen Turm. Auch in dieser Stellung gibt es noch einige Möglichkeiten, den Vorteil aus der Hand zu geben, doch Artur blieb nervenstark, erkannte alle Gegenchancen rechtzeitig und verwertete seinen Mehrbauern souverän zum Sieg. Eine sehr starke und nahezu fehlerfreie Partie von ihm.

Damit endete der Mannschaftskampf mit einem 2:2-Unentschieden. Besonders erfreulich waren die gelungenen Debüts unserer Nachwuchsspieler und der erste Mannschaftskampfsieg von Caio.

 

Für unsere Jugendmannschaft geht es bereits am 4. Oktober mit der Saisoneröffnung der Jugendklasse weiter. Die Erwachsenen erwarten am 11. Oktober das erste Heimspiel der neuen Kreisklassen-Saison.

Die Jugendserie der Saison 2026/2027 ist nach den Sommerferien am Samstag wieder gestartet:  Dieses Mal ging zwar wieder nach Lehrte

aber auf Grund eines Spielortwechsels nach Hämelerwald.  https://jugendserie.de/turnier/2026/09/05/Lehrte

Dort fanden sich pünktlich insgesamt 123 Kinder und Jugendliche an um in 7 Altersklassen um die begehrten Pokale zu kämpfen.

Es hatten auch 13 Veteranen Lust und Mühen sich dem Wettkampf zu stellen-

Von uns sind drei Jungs am Start gewesen.

  • Paul Schernek in der  U14
  • Caio Gärtner in der U11 und
  • Phillip Rapp in seiner allerersten Teilnahme in der U9

Gespielt wurde 7 Runde Schweizer System im Schnellschach mit 20Minuten Zeit ohne Inkrement pro Partie.

Paul konnte sich in der U14 recht gut behaupten und hat am Ende mit 3,5Punkte den 11 Platz belegt, was eine sehr ordentliche Leistung bedeutet.

Caio war in der U11 sehr konkurrenzfähig, holte einen sehr nervenstarken Sieg in der 2. Runde. Dort hatte er noch 4 Sek Restzeit und sein Gegner ebenfalls nur noch 30Sekunden. Caio behielt die Nerven und setzte noch vor Ablauf der Zeit seinen Gegner Matt. Das war allerdings sehr kräftezerrend. Vor letzten Runde hatte Caio bereits 4 Punkte und spielte am 1. Brett um eine vordere Platzierung. Leider musste er sich seinem starken Gegner geschlagen geben, womit am Ende 4 Punkte und ebenfalls Platz 11 bei raussprangen.

 

Zu guter Letzt sammelte auch Phillipp seine ersten Erfahrungen. Auch wenn das ganze sehr aufregend und neu für ihn war, schlug er sich ebenfalls mit bravur und holte 1,5 Punkte welches für Platz 12 reichte. Was für seine allererstes Turnier eine super Leistung ist!

Alle drei können richtig stolz auf Ihre Leistungen sein!

 

Am Ende muss ich noch das gesamte Organisationsteam des SK Lehrte ehren! Es war ein grandios organisiertes Turnier und hat riesen Spaß gemacht! Ohne Zwischenfälle, ohne Hektik, mit viel Liebe und Leidenschaft!

 

Das nächste Jugendserieenturnier findet 14. November in Göttingen statt, an dem wir vom SC Bad Salzdetfurth auch wieder teilnehmen wollen.

 

 

 

Was ist eine Hitzewelle schon gegen so ein hitziges Turnier? 

Am 27.06.2026 hatte unser Verein die große Ehre, die erste Landeseinzelmeisterschaft im Schach 960, international auch Freestyle-Chess genannt, in unserem wunderschönen Spiellokal auszutragen.

Trotz der 37° Celsius, die an jenem Tag draußen herrschten, fanden sich nach einigen Absagen noch 27 Teilnehmer und Teilnehmer:innen, die sich an der trendigen Schachvariante ausprobieren wollten.

 

Es ging nicht nur draußen, sondern auch im Spielsaal heiß her.

Um 11:00 Uhr startete die erste von insgesamt 9 Runden und es wurde mit dem Zeitmodus 10 Minuten + 5 Sekunden Aufschlag pro Zug gespielt. Mit jeder Auslosung kam eine besondere und außergewöhnliche Anfangsstellung zusammen, die sich die Spieler und Spielerinnen 3 Minuten vor Partiebeginn genau anschauen durften. Eine der Besonderheiten an Schach960 ist der Wegfall von Eröffnungstheorie; dadurch kam es zu spannenden Kämpfen am Brett, auch wenn eine deutliche DWZ-Differenz zwischen zwei Spielern bestand.

Jasper Förthmann holte mit einer DWZ von 1565 beispielsweise eine Eloperformance von 1915 und konnte sich so mit 5,5/9 Punkten den Jugendpreis sichern.
Jiahui konnte sich mit 4,5/9 Punkten den Damenpreis schnappen.

Darüber hinaus gab es noch Preise in drei Rating-Kategorien: unter 1400, unter 1700 und unter 2000; diese gingen an:

unter 1400: 1. Hamza Ehjazi, 2. Connen Reich, 3. Robyn + Zoe Willing
unter 1700: 1. Roland Czada, 2. Magnus Öngun
unter 2000: 1. Theodor Lau, 2. Jochen Schöttker, 3. Martin Söllig

Letzten Endes konnte sich der in der Startrangliste an 1 gesetzte Frank Buchenau im Turnier durchsetzen und sich den 1. Platz mit beeindruckenden 7,5/9 Punkten holen. In einer sauberen Abstufung dahinter landete sein Vereinskollege Daniel Steiner mit 7/9 Punkten auf dem 2. Platz und Jacob von Estorff holte sich mit 6,5/9 Punkten Platz 3.

An dieser Stelle gilt besonderer Dank an Maurice Seer und Holger Buck für die Turnierleitung, den restlichen Helfern aus dem SCS und natürlich ganz besonders dem Niedersächsischem Schachverband, ohne deren Unterstützung das Turnier so in der Form nicht hätte stattfinden können und der vor Ort durch den Präsidenten Michael S. Langer vertreten wurde.

Vielen Dank natürlich auch an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Vom 14.-17. Mai 2026, über Christi Himmelfahrt, war es wieder so weit: in unserer wunderschönen IGS in Bad Salzdetfurth wurde das 44. Wilhelm-Werner-Gedächtnisturnier ausgetragen. 
In diesem Jahr mit 52 Teilnehmenden, die sich gleichmäßig in A- und B-Open aufteilten. 

Im A-Open konnte sich Bert Sieber als Favorit beweisen und holte sich mit beeindruckenden 6,5/7 Punkten den Turniersieg und damit den Pokal. 
Dicht dahinter folgte auf Platz 2 Henry Haustein mit einer Performance von über 2100, die mit ca. 300 Punkten weit über seinem Rating lag. Und auf Platz 3 konnte sich Conan Sasse als ein weiterer Jugendlicher durchsetzen.

Im B-Open blieb es bis zur siebten und letzten Runde spannend, wie sich Platz 1-5 aufteilen würden. 
Letzten Endes konnte sich Hannes Leon Grunwald mit 5,5/7 Punkten durchsetzen, während durch die Feinwertung knapp dahinter Peter Koths mit ebenfalls 5,5/7 den 2. Platz belegte. Platz 3 holte sich Uwe Märtens mit 5/7 Punkten. 

Alle weiteren Ergebnisse und Fotos gibt es hier:

A-Open

B-Open

Glückwunsch an alle Sieger:innen im A- und B-Open!

Wir danken allen Teilnehmenden, der Turnierleitung und allen anderen fleißigen Helfern des SCS für ein spaßiges, faires und spannendes Turnier und hoffen, im nächsten Jahr möglichst viele von Euch (und noch mehr) wiederzusehen! 

Darüber hinaus bedankt sich der SC Bad Salzdetfurth auch besonders bei der Lotto-Stiftung für die finanzielle Unterstützung dieses Turniers. Bis bald zum 45. WWGT! 

Die Temperaturen erhöhen sich und die Sonne zeigt sich langsam wieder etwas häufiger, der Sommer steht wieder vor der Tür. Der geübte Schachspieler weiß, dass damit nicht nur die dunklen Jahreszeiten enden, sondern auch die Saison unserer Mannschaften und so hieß am am Sonntag Saisonabschluss in Peine.

Da sowohl wir als auch unsere Gastgeber nicht mehr aufsteigen oder absteigen konnten, konnten wir es uns morgens um 10 Uhr in unseren Stühlen gemütlich machen. Durch diese entspannte Ausgangslage war es nicht allzu schmerzhaft, dass nicht nur wir, sondern auch Peine nicht vollständig antreten konnte.

Spielstand noch vorm ersten gespielten Zug: 1:1

Kommen wir nun zum schachlichen Part. Dort entwickelten sich die meisten Bretter zu einer natürlichen Partie. Alle Bretter? Nicht alle Bretter. An meinem eigenen Brett ergab sich schnell die Möglichkeit die Partie in eine sehr wilde taktische Richtung zu lenken, indem ich meinen Springer opfere um den gegnerischen König ins Zentrum zu treiben. Die entstandene Stellung ähnelt sehr stark dem bekannten Springeropfer in der preußischen Partie:

 

In dieser Stellung kann Weiß mit 0-0 oder a4 (La2 ermöglichen falls Sa5 kommt) eine ausgeglichene Stellung erreichen. Nicht aber xd4?? hätte Schwarz hier Sxd4 De4 b5 gespielt rennt Weiß die ganze Partie nur noch hinterher. Mein Gegner entscheidet sich zum Glück für Sa5 woraufhin ich Lg5! spielen kann und zumindest eine sehr zweischneidige Partie forcieren kann. Dazu später mehr.

Werfen wir nun einen Blick auf die anderen Bretter. An Ralfs Brett wurden die Damen sehr früh getauscht, er hat es daraufhin geschafft einen sehr schönen Bauernvorstoß am Damenflügel zu spielen. Mit dem a und b-Bauern hat er es schon bis auf die 6. Reihe geschafft und ich war guter Dinge, dass er diesen Vorteil in einen Sieg umwandeln kann. Doch leider passieren Ralf dann gleich zwei große Fehler in sehr kurzem Abstand. Erst verliert er einen der beiden starken Bauern und dann auch noch eine Figur. Punkt für Peine.

Und auch bei Nauras sieht die Stellung gar nicht mehr gut aus. In einer strategisch leicht schlechteren Mittelspielstellung findet sein Gegner eine schöne Taktik, die ihm ein Endspiel mit zwei Mehrbauern beschert. Wenig später muss Nauras sich geschlagen geben.

Neuer Spielstand: 3 zu 1

Bei Hui sah es zwischenzeitlich ziemlich gut aus. Sie konnte mit einem schönen taktischen Motiv den Zentrumsbauern ihres Gegners gewinnen, doch dies öffnete auch die Linien für seine Türme. Nun hätte Hui sehr genau spielen müssen um den eigenen Zentrumsbauern halten zu können, doch die gegnerischen Türme werden im Zusammenspiel mit dem Springer zu aktiv und Hui kann ihren Mehrbauern nicht halten. Im daraus folgenden Endspiel gibt es keine Möglichkeiten mehr auf Sieg zu spielen. Das Spiel geht Remis aus.

Neuer Spielstand: 3,5 zu 1,5

Es spielen nun nur noch Martin, Mo und Leo. Martin geht inzwischen sehr unzufrieden durch den Raum und beschwert sich über die Stellungen seiner Mitspieler. Doch ich hatte die Stellungen zu dem Zeitpunkt anders eingeschätzt. Mo und Martin stehen zwar minimal passiver, aber da liegt kein großer Vorteil für die Gegner vor und es kann noch sehr viel passieren. An meinem Brett habe ich zwar immer noch eine Figur weniger, aber die Stellung ist alles andere als klar. Werfen wir da doch erneut einen Blick drauf:

 

Mein Gegner konnte sich ein wenig befreien, indem er seinen Springer auf d5 gegen meinen Läufer auf g5 getauscht hat. Außerdem konnte er seinen König etwas zurück spielen und ein paar Figuren entwickeln, doch dafür habe ich nun rochiert und bin bereit die offenere Stellung mit meinen Türmen auszunutzen. Konkret hat die Dame soeben von f4 aus einen Bauern auf d4 geschlagen, doch das kann sich die schwarze Stellung nicht leisten. Dg3 (siehe Diagramm) und Weiß steht extrem aktiv!

 

Die Initiative liegt nun klar bei Weiß, aber zeitlich sind wir nun in einem sehr gefährlichen Bereich. Ich habe bereits unter 5min auf der Uhr und mein Gegner befindet sich unter 20min. Doch der 40. Zug ist noch sehr weit entfernt, vorher wird es eine Entscheidung auf dem Brett geben. Schwarz versuchte nun mit Ld7 seine Entwicklung weiter voran zubringen, doch das ermöglicht Lxb7! und die Stellung öffnet sich noch weiter.

 

Nach ein paar sehr schnell gespielten Zügen gelangen wir in folgende Stellung:

Die weiße Aktivität zwingt Schwarz zu schweren Entscheidungen, doch Weiß hat weiterhin eine Figur weniger. Wenn Schwarz es schafft die nächsten Züge zu überleben könnte der weiße Angriff vorbei sein. Doch Td3 muss hier unbedingt mit e4 erwidert werden. Mein Gegner spielt jedoch Ke7 und der abenteuerliche Angriff geht weiter.

Mein Gegner befindet sich nun auch unter 5min und da kommt es dann auch zum finalen Fehler. Der ständige weiße Druck zahlt sich aus und mein Gegner spielt im 29. Zug e4??

 

Neuer Spielstand: 3,5 zu 2,5

Es spielen jetzt nur noch Mo und Martin und wir brauchen unbedingt noch einen Sieg. Mo konnte seine leicht passivere Stellung mittlerweile in eine ausgeglichene Stellung umwandeln. Und dort findet er zuerst ein sehr schönes Damenmanöver um dann mit einem mindestens genau so schönen Springermanöver die weiße Stellung seines Gegners zum Zusammenfallen zu bringen. Mo gewinnt!

Neuer Spielstand: 3,5 zu 3,5

Martin muss nun also sein Damenendspiel Remis halten um uns zumindest ein Mannschaftsremis zu sichern. Doch leider unterläuft ihm dabei eine spielentscheidende Fehleinschätzung. Martin denkt dass er die Damen tauschen kann und das daraus resultierende Bauernendspiel Remis halten kann, aber Martin geriet in Zugzwang!

Endergebnis: 4,5 zu 3,5

 

Und mit diesem Spiel geht unsere durchaus erfolgreiche Saison zu Ende. Wir holten 9 Mannschaftspunkte, waren nie chancenlos und waren auch nie in Gefahr abzusteigen. Nächstes Jahr heißt es dann wieder ganz oben mit anzugreifen!

 

An dieser Stelle noch einmal großen Respekt an Jörn und Ralf für diese starke Saison! Auch Mo und Nauras spielten eine super Saison und holten über 50% der Punkte! Ich freue mich schon jetzt auf die neue Saison mit euch allen!

 

 

Am heutigen sonnigen Frühlingssonntag ging es für die 2. Mannschaft abschließend nach Bovenden. Da der Klassenerhalt bereits länger gesichert war und der Aufstieg nicht mehr möglich war, konnten wir also befreit und ohne Druck nach Bovenden fahren. Die zwei angekündigten Vollsperrungen auf  der A7 versprachen leider eine eher längere Anfahrt mit diversen Umleitungen- Trotzdem waren wir noch vor den Gastgebern am Spielort. Um dann schnellstmöglich beginnen zu können, haben wir beim Aufbau selbstverständlich und auch gerne geholfen-

Somit konnten die 6 Bretter pünktlich um 11Uhr beginnen. Lars wählte an Brett 3 mit weiß die Französische Abtausch Variante, da sein Gegner nicht in unterschiedliche Richtungen rochieren wollte, wählte er mit c5 die etwas unangenehmere Variante für Weiß. Dadurch öffnete sich das Zentrum recht schnell und man einigte sich nach einer Stunde friedlich auf Remis. Somit könnte ich die Frühlingssonne genießen und Vitamin D tanken- Und mich als Fotograf üben:

 

Nach etwa 2.5Std kam dann Paul zu mir, um mir mitzuteilen, dass das Handy seines Gegners bereits zum 2. Mal geklingelt hat. Dieses ist ein klarer Regelverstoß, woraufhin ich zur Mannschaftsführerin Svenja von Jan gegangen bin und den Gewinn für Paul beanspruchte. Dankesschön an Svenja für die souveräne und gute Entscheidung hier direkt auf Sieg für uns zu entscheiden. Das war professionell und neutral! Kompliment! Die Stellung war zwar ausgeglichen, aber mit leichten Vorteilen für Paul. Als dann auch Siegfried recht zügig remis spielte führten wir 2:1 – Mit diesem einen Brettpunkt war SG U Pl Göttingen 2 auch theoretisch der Klassenerhalt sicher. Gratulation zum Verbleib in der Bezirksklasse.

 

Blieben noch Ralf, Herrmann und Tim um den letzten Kampf der Saison für uns zu gewinnen. Ralfs Gegner schlug auf b2 einen vergifteten Bauern, wodurch die Stellung schnell zusammenbrach und folgerichtig die Aufgabe erfolgte. Damit war uns Unentschieden bereits sicher. Herrmann hat im Mittelspiel leider etwas den Überblick verloren und sein Gegner konnte sich Materialvorteil sichern.

Tim hielt seine Stellung zusammen und hatte einen Mehrbauern. Nach bereits zweifacher Stellungswiederholung bot er seiner Gegnerin einfach mal remis an. Dadurch wäre der Mannschaftssieg sicher. Nach längerer Überlegung willigte sie auch ein und es war vollbracht. Leider fand Herrmanns Gegner den Gewinnweg und konnte einen Mattangriff starten. Somit gewannen wir 3,5:2,5

 

 

Damit beenden wir die Saison auf einen hervorragenden 5. Platz und sichern uns damit wieder die Teilnahme in der nächsten Saison an der Bezirksklasse.

Ein kleines Fazit:

Als Aufsteiger war vor der Saison klar der Klassenerhalt das Ziel. Allerdings auf Grund unseres starken Saisonstartes, hätten wir schon den Durchmarsch realisieren können. Am 5. Spieltag kam es in Langesheim zum Top Duell! 1 gegen 2 leider hatte wir eine kurzfristige Absage zur vermelden, weswegen wir nur zu 5. antreten konnten. Dieser Punktverlust schmerzte und auch der Kampf lief leider wenig erfolgreich. Wir verloren 4,5:1,5  Diese Niederlage hat uns leider den Stecker gezogen, danach war die Luft raus und wir spielten die Saison nur noch seriös zu Ende. Aufstieg war weg und um in Abstiegsnöte zu geraten, hatten wir bereits zu gut gepunktet. Schade, dass wir im entscheidenden Kampf nicht in voller Stärke antraten. Aber es überwiegt das Positive! Wir hatten zu keinem Zeitpunkt der Saison Abstiegssorgen! Es war eine gelungene Saisonsleistung! Danke an alle, die mich als Mannschaftsführer unterstützt haben und sich für den Verein und für die Manschaft so leidenschaftlich präsentiert haben!

 

 

Abstiegschancen? Weg damit!

Am Sonntag empfingen wir die Schachfreunde aus Salzgitter bei uns in der IGS, um am vorletzten Spieltag der Saison, unsere minimalen Chancen auf einen Abstieg endgültig zu beseitigen.
Doch aller Anfang ist schwer: Erst musste das gesamte Material sowie Tische und Stühle umgeräumt werden, da es uns nicht möglich war, in unserer geliebten Mensa zu spielen. Und dann mussten wir bei dieser Begegnung auch noch ohne unseren Top-Scorer Ralf S. antreten.
Aber der SCS wäre natürlich nicht der SCS, wenn wir nicht die nötigen Anreize schaffen würden, trotzdem für die Mannschaft alles zu geben. Denn es handelte sich bei diesem Spieltag auch um den letzten Heimkampf der Saison und auch wenn das Wetter nur halb mitgespielt hat, wurde im Anschluss der Partien erst einmal ordentlich gegrillt.
Als Grillmeister und Ersatz an Brett 8 war Siegfried für uns am Sonntag also unverzichtbar.

Bevor wir jedoch den Grill anschmeißen konnten, musste natürlich erst die ein oder andere Partie beendet werden.
Bereits nach einer halben Stunde blickte ich auf die Bretter um mich herum und sah, dass bereits an 3/8 Brettern die Damen getauscht und sich nach und nach ins Endspiel manövriert wurde – es war ein komischer Anblick. Es dauerte auch nicht lange, da erhielt Martin ein erstes Remisgebot, doch hartnäckig wie er ist, lehnte er natürlich ab und knetete weiter das Endspiel bis er irgendwann die Partie für sich entscheiden konnte – 1:0 für den SCS.
Kurz darauf musste Siegfried an Brett 8 seine Stellung leider aufgeben, nachdem er mit einer Figur weniger noch lange den Kopf über Wasser gehalten hat. Zwischenstand 1:1.

Alle anderen Stellungen sahen zu diesem Zeitpunkt sehr angenehm aus: Leos Stellungen versteht man sowieso erst, wenn die Zeitnotphase beginnt, Mo hatte einen schönen Angriff, Jörn hat nach einer wilden Eröffnung die Überhand behalten, Markus‘ Gegner musste sich mit zwei Doppelbauern zufrieden geben, Nauras hatte eine typische Nauras-Stellung und auf meinem Brett passierte genau gar nichts.

Und die meisten Partien gingen auch dementsprechend aus: Leo hatte zwar eine Qualität mehr, konnte es unter Zeitnot allerdings nicht ganz sauber zu Ende spielen, wodurch es dann als letzte Partie leider nur für ein Remis gereicht hat. Mo konnte seinen Angriff gut fortführen und zwang seinen Gegner nach 33 Zügen zu einer Aufgabe. Zufällig stand ich in diesem Moment an deren Brett und habe auf einen guten Grund gewartet, das Remisgebot meines Gegners anzunehmen. Da wir nun 2:1 führten und es bei Nauras und Leo auch ziemlich eindeutig aussah, nahm ich an. Zwischenstand 2,5:1.

Letzen Endes hatte Markus seine Partie leider verloren, dafür konnten Jörn und Nauras ihre Partie für sich entscheiden.
Damit war der Mannschaftskampf gewonnen und unsere Abstiegschancen niedergekämpft.

Jetzt werden wir für den Saisonabschluss in Peine noch einmal alles geben!