Nichts zu beschönigen in Schöningen

Gestern ging es für unsere 1. Mannschaft nach Schöningen, wo der 1. Spieltag der Verbandsliga gegen den SG Elmrochade ausgetragen wurde. Unsere Mannschaft machte sich in solider Besetzung über 1 Std. auf den Weg zum schönen Schloss Schöningen und überstand die Anreise gut.

Anders sah es zunächst beim SG Elmrochade aus, denn dort fehlten zu Beginn der Runde um 10 Uhr noch zwei Spieler, was Maurice und Jiahui an Brett 3 und 7 zunächst einen kleinen Zeitvorteil verschaffte, während sie auf ihre Gegner warteten.
Ihre Langeweile sollte jedoch nicht lange anhalten und so schafften es zum Glück beide Gegner rechtzeitig zum Spiellokal.

Ein Blick auf die bereits laufenden Bretter schon zu diesem Zeitpunkte zeigte, dass unsere Mannschaft dringend den ein oder anderen Punkt brauchen würde, um überhaupt eine Chance in dieser Begegnung zu haben. Bei Martin und Nauras zeichneten sich schnell zwei Turmendspiele ab. Nauras hatte leider ein paar Bauern weniger und auch wenn er sich oft aus solchen Situationen rausschummeln kann, ist es ihm diesmal leider nicht gelungen…er kann den Turmendspielen in letzter Zeit einfach nicht entkommen.
Martin jedoch, von dem man meinen könnte, er hätte vor Jahren Magnus Carlsen persönlich Turmendspiele gelehrt, konnte mit zwei Bauern + Turm den gegnerischen Turm überrennen und den ersten Punkt und damit auch den Ausgleich holen. Zwischenstand 1:1.

Doch auf keinem der restlichen Bretter sah es nach mehr Punkten aus. Maurice und Jiahui versuchten den anfänglichen Zeitvorteil für sich zu nutzen, aber hatten beide relativ ausgeglichene Stellungen, während Leos Zeitmanagement mal wieder so aussah, als wäre er derjenige, der 40 min. zu spät an das Brett kam.

Nach und nach zeichnete sich auf den übrigen Brettern ab, dass dieser Mannschaftskampf nicht gut für den SCS enden würde: Ralf kämpfte lange mit seinem verbliebenen Turm gegen Läufer und Springer, aber konnte den Bauern des Gegners leider nicht halten; Jörns Gegner bekam eine schöne Taktik aufs Brett, die ihn zur Aufgabe zwang; Julius konnte nach einer lange geschlossenen und materiell ausgeglichenen Stellung durchbrechen und lieferte damit Hoffnung auf ein Unentschieden. Zwischenstand 2:3.

Jetzt lag es an Leo, Maurice und Jiahui. Damit Leo sich in seiner Zeitnot nicht so alleine fühlte, brachte sich Jiahui auch in Zeitnot. Beide Bretter hätten ohne womöglich Remis ausgehen können. Hätte Hätte Fahrradkette.

Maurice konnte in seiner Partie einen Fehler seines Gegners ausnutzen und tauschte in ein gewonnenes Endspiel mit Turm gegen Läufer. Als letzte Partie verhinderte sein Sieg zwar nicht die Niederlage, aber er federte definitiv den Fall stark ab.
So mussten wir uns mit einem Endergebnis von 3:5 geschlagen geben.

 

Hier sehen Sie 0/4 Punkten auf einem Sofa versammelt.

 

Aber wir wären nicht der SCS, wenn wir aus dieser Niederlage nicht noch motivierter, stärker und hungriger zurückkommen würden und sind bereit für den nächsten Spieltag, an dem wir wieder alles geben werden.
Wie Shakespeare jetzt wahrscheinlich sagen würde: „Unsere Köpfe sind unsere Gärten – unsere Willen sind unsere Gärtner.”